Oh dear

Dienstag, 23.05.2017

Lang, lang ist's her.. 
Viel Zeit vergangen, viel passiert. 
Hallo ihr Lieben, ich bin zurück. Hatte mein Passwort schon fast vergessen, so lange war ich schon nicht mehr auf dieser Seite, aber hier bin ich wieder und ich kann nichts versprechen, ABER ich versuche wieder regelmäßiger einen Eintrag zu hinterlassen. 
Hier mal eine kurze Zusammenfassung um euch auf den neusten Stand der Dinge - von meiner Seite aus- zu bringen. 
Ende Januar wurde mein Visum genehmigt - für ein Jahr. Seitdem arbeite ich für ein Start-up Unternehmen, als Kundenservice. Unser Produkt ist eine App und ich bin das Mädchen für alles. Ich schule unsere Kunden, beantworte so gut ich kann jede Frage und löse alle Herausforderungen und Probleme so schnell wie möglich. Ich unterstütze unser Entwicklungsteam, organisiere Ausstellungen und nehme an Ausstellungen teil um unser Produkt zu präsentieren, zu erklären, zu verkaufen. Ich unterstütze unseren Direktor, meinen Chef und kümmere mich um alles, wofür sich sonst keiner zuständigt fühlt. :) Ich bin DER Kundenservice unserer Firma. Nehme Trainingsvideos für unsere Kunden auf, fliege zu Kunden, schreibe Rechnungen, bringe Pakete zur Post, kaufe Snacks für Kundenmeetings und kaufe zur Not Kaffee für unsere Kunden. Nein, ich koche ihn nicht selbst, ich will unsere Kunden ja nicht vergraulen. :) Die Chefin des Entwicklungsteams fliegt am Freitag nach Bali und ich übernehme die Leitung ihres Teams für eine Woche YEAH!!!! Ja, ich trage viel Verantwortung, ich arbeite mehr als 40 Stunden die Woche, beantworte Anrufe zu quasi jeder Tageszeit, egal an welchem Wochentag und wenn nötig nehme ich meinen Laptop mit nach Hause um auf Emails zu antworten und das Nötigste zu erledigen. In meiner Freizeit lasse ich in der Regel die Finger vom Computer. Um ehrlich zu sein würde ich an manchen Tagen auch gerne die Finger vom Handy lassen, aber mein Handy ist die einfachste Möglichkeit um mit meinen Lieben in Deutschland in Kontakt zu bleiben. 
Ich weiß nicht, ob ihr es rauslesen konntet, aber ich mag meinen Job. :) Er fordert mich, ist anspruchsvoll, verantwortungsvoll und vielversprechend, was die Zukunft betrifft. Das gefällt mir. Privat: Matteo und ich leben seit 4 Monaten zusammen. Ich kann über ihn ähnliches sagen wie über meinen Job: anspruchsvoll, vielverprechend, er fordert mich. Der Unterschied: ich mag ihn nicht. Ich liebe ihn. 
Die Visa Bedingungen in Neuseeland werden immer strikter, was es uns nicht einfach macht eine Zukunft zu planen. Um ehrlich zu sein, ich bin nicht der beste Planer und ich will auch gar nicht soooo viel planen, aber es würde uns schon Sicherheit geben, wenn wir wüssten, dass wir bleiben könnten, wenn wir wollen würden. Naja, wird sich schon alles klären. 
Ende März ist mir etwas 'Lustiges' passiert. Ok. Mir ist was passiert. Lustig war's nicht. Früh morgens flog ich nach Tauranga (2,5 Stunden südlich von Auckland -mit dem Auto). Hab den ganzen Tag dort verbracht und nach 7 Kundenmeetings bin ich abends zurück nach Auckland geflogen. Ein Shuttleservice hat mich am Flughafen abgeholt und zu meinem Auto gefahren. Ich fuhr auf der Autobahn Richtung Innenstadt -da lebe ich. Normalerweise fahre ich  kaum Auto und diese Strecke fuhr ich schon seit Monaten nicht. Ich war sicher in die richtige Richtung zu fahren, aber etws unsicher, welche Ausfahrt ich nehmen musste, um nach Hause zu kommen. Das Straßenschild zeigte City Centre rechts an. 2 Straßenschilder um genau zu sein. Ich fuhr rechts in eine Baustellenausfahrt. Ich sah Bauarbeiter arbeiten und die sahen mich mit Sicherheit auch. Ich fuhr durch die Baustelle, einen laaaaaangen Tunnel und kurz nachdem ich den Tunnel verließ sperrte ein Bauzaun die komplette Straße. Tatadadaaaaa. Da hätte ich wohl nicht durchfahren sollen. Und jetzt? Auf der Autobahn umdrehen kam nicht in Frage. Alleine im Dunkeln zurücklaufen - zu gefährlich. Ich stieg aus, rief um Hilfe. Niemand antwortete. Wie zu erwarten. Im Auto übernachten? Es war Montag. Ich musste am nächsten Tag arbeiten und ich konnte mir besseres vorstellen, als die Nacht im kalten Auto zu verbringen. Ich machte mich auf Richtung Bauzaun und zog an ihm. Hmmm, einfach war es nicht, aber mein Wille nach Hause zu fahren war größer. Ich zog den Bauzaun so gut ich konnte -es ging leicht bergauf, was es erschwert, aber ich schaffte es nach einer Weile den Zaun weit genug zu öffnen um mit dem Auto vorbei zu fahren. Ob ich den Zaun hinter mir schloß? Ich dachte kurz darüber nach, aber zum einen taten meine Hände weh und zum andern trug ich hohe Schuhe und wollte nur nach Hause. Ich fuhr nach Hause und erzählte meinen Freunden und Kollegen davon. Die konnten es nicht glauben und um ehrlich zu sein, ich konnte es selbst nicht glauben. Ich war gewohnt, dass gesperrte Ausfahren GESPERRT waren. Straßenschilder ausgekreuzt, Ausfahrten blockiert. Warum hatten die Baustellenmitarbeiter nicht reagiert?
Es dauerte ein paar Wochen, dann erhielt ich einen Anruf von der Polizei. Die Kurzfassung ist, es ing heiß hin und her und mir wurde sogar vorgeworfen, ich müsse betrunken gewesen sein. Ganz ehrlich, ich fahre seit 14 Jahren Auto, ich will nicht sagen ich mache keine Fehler, aber SO ETWAS habe ich noch nie erlebt und NEIN, ich habe nichts getrunken. Die Baustelle war nicht ordentlich ausgeschildert und die Polizisten, mit hat in unserem ersten Telefonat zugegeben, dass die Baustelle für Baustellenfahrzeuge kurzfristig geöffnet war. Naja, das die Baustelle 'nur' für Baustellenfahrzeuge geöffnet war, war nicht ersichtlich. Nach unzähligen Telefonaten, 2 Treffen mit der Polizisten, musste ich heute bei Gericht antreten. Mein Chef und seine Frau sorgten sich und das färbte auf mich ab. Gerichtstermin war heute morgen um 9Uhr. Um halb acht rief einer unserer CEO's bei mir an. Er sprach mit einem Anwalt, gab ihm meine Nummer und ich würde mit ihm sprechen, noch bevor ich zu Gericht gehen würde. Kurz nach 8 traf ich den Anwalt und er ging mit mir zu Gericht. Ich war nervös. Mein Magen krampfte. War ich schuldig? War ich unschuldig? Was waren die Konsequenzen? Wenn ich sage, ich bin schuldig, was würde die Strafe sein? Eine Geldstrafe und fertig? Was wenn es in meiner Akte stünde und ich mit dem Einwanderungsamt Schwierigkeiten bekomme, wenn ich mich für das nächste Visum bewerbe? Wenn ich für unschldig plädiere, was wären die nächsten Schritte? Wie teuer würde es werden und wie würde das alles ausgehen? Ich arbeite für ein kleines Unternehmen und ich muss auch das bedenken. Wenn mein Visum nicht verlängert werden kann - dass wäre nciht im Interesse meines Chefs, der wirklich viel dafür getan hat um mir mein Visum überhauot zu ermöglichen. Wenn ich auf unschuldigt plädiere und das Ganze publik wird - das könnte schlechte Kritik für unser Unternehmen sein und das wäre wahrscheinlich schlechter als mich als Mitarbeiter zu verlieren. Tja und dann war ich noch niemals vor Gericht und Englisch ist nicht meine Muttersprache. Auch, wenn mein Englisch ziemlich gut ist, wenn ich nervös bin, verlerne ich sogar meine Muttersprache. Der Richter sprach kurz mit meinem Anwalt. Wir waren keine drei Minuten vor Gericht, dann waren wir schon wieder auf dem Weg nach draußen. Der Anwalt sagt ich hätte nichts zu befürchten. Der Richter wird mit ihm in Kontakt treten und er wird mich dann kontaktieren um mir zu sagen, wie es weitergeht. Meine Firma zahlt den Anwalt. Mein Anwalt meinte, mein Chef sei sehr großzügig und ich müsse außerordentlich gute Arbeit machen. Ich lächelte. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit. Ja, ich man wertschätzt mich und ich bin wahnsinnig stolz darauf und sehr dankbar dafür, dass mein Chef und unser Team mich so unterstützt! 
Ich wünschte mir, es wäre einfacher mal meine Familie und Freunde zu besuchen, aber ansonsten habe ich alles, was man sich wünschen kann. Eine nette Wohnung und tolle Mitbewohner, einen ausfüllenden Job, Unterstützung und Rückendeckung von meinem Chef und Team und einen Partner, der für mich da ich, mich ünterstützt, mich liebt und zur Not mit mir das Land verlassen würde. 
Ja, ich kann mich sehr glücklich schätzen. 

Ich halte euch auf dem Laufenden 

Alles Liebe

Jennifer

Neues Jahr, neues Glück

Montag, 23.01.2017

Hallöchen ihr Lieben, 

da bin ich wieder. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht. Ja, es ist etwas spät, aber ich wünsche euch trotzdem von Herzen nur das Beste für 2017 und jedes folgende Jahr. 
Es ist ja nur schon ein paar Tage her, dass ich mich das letzte mal zu Wort gemeldet habe, aber nicht ohne Grund.
Es gab leider nunmal nichts neues zu schreiben, außer dass ich nervlich etwas angespannt war, weil das Immigrationsamt ordentlich hat auf sich warten lassen. Die hatten -und es sei ihnen ja gegönnt- nunmal auch Feiertage, Weihnachten und Silvester. Matteo fragte jeden Tag, ob ich etwas vom Amt gehört hätte, mein Chef rief mindestens wöchentlich an, bei mir und beim Amt und Freunde und Familie saßen natürlich mit mir auf glühenden Kohlen. Ich war angespannt und konnte meine freien Tage wenig genießen. Ich meine, wer kann schon genießen Geld auszugeben, wenn man nicht weiß, wann man wieder Einnahmen hat? Aber als Matteo sagte, 'Ok, dann lass uns Neuseeland eben verlassen.' Fiel mir ein Stein vom Herzen. Wenigstens würde ich Neuseeland nicht alleine verlassen. Mein Touristenvisum lief am 09.01.2017 aus. Am 02.01.2017 erhielt ich eine automatisierte Email, dass mir ein Interim (Brückenvisum) genehmigt wurde und ich bie zu 6 Monate oder bis eine Entscheidung getroffen wurde (je nachdem, was zuerst eintrifft) in Neuseeland bleiben kann. Bis zu 6 weitere Monate ohne Geld?! Um Himmelswillen, auf einer Insel gestrandet. Für Geld auf der Hauptstraße singen?! Keine schlechte Idee, mir würden sie wohl nur Geld zahlen, damit ich AUFHÖRE zu singen. Ich checkte täglich, ok, mehrfach täglich meine Emails. Was ich von meinem kontostand nicht gerade behaupten kann. Matteo feierte am 18.01. seinen 30sten Geburtstag. Das war der erste Tag für dieses Jahr, an dem ich schwimmen war. :) Was für ein herrlicher Tag! Er hatte sich gewünscht den ganzen Tag zu essen und zu trinken. Ab nachmittags hat er gejammert, dass er sooooo voll ist. Und dann hat er sich ein Steak reingeschoben. :D Was ein Typ. Von meinem Visum noch immer keine Spur. Mein Chef rief mich an, er machte sich um meine finanzielle Situation sorgen und fragte, wie lange ich ohne Geld klar komme. Kommt drauf an, wie oft Matteo 30 wird, dachte ich mir. 
Freitags checkte ich meine Emails. 'Ihr Visum wurde genehmigt. Späteste Ausreise: 20 Januar 2018.'
Ehrlich?! Ich konnte nicht lachen, ich konnte nicht weinen. Ich glaube ernsthaft ich war einem Herzinfakt nah, das Atmen habe ich kurzfristig nämlich auch vergessen. Nach einer schnellen Dusche machte ich mich auf den Weg zu Matteos Bar. Vor meinem inneren Auge war ich diese Situation schon so oft durchgegangen. Mit der ausgedruckten Aufenthaltsbescheinigung in meiner Hand in seiner Bar auftauchen, ihm zeigen, er stürmt auf mich zu, wirbelt mich durch die Luft und ich weine vor Glück. Ne ne Ne ne Ne. Das ist der Moment wo die Realität von dem Tagtraum abweicht. Als wäre mir der Kopf danach gestanden irgendetwas auszudrucken. Postwendend und wie ferngesteuert bin ich zu der Bar gestürmt. Meine Miene. Versteinert. Er sieht mich und sagt erschüttert 'Oh Gott, was ist passiert?! Was machst du hier?' Wow. Mein Gesicht schien Bände zu sprechen. Mit großen Augen sah ich ihn an, doch ich brachte kein Wort heraus. 'Oh Gott. Das Immigrationsamt. Dein Visum!' Grinsend nickte ich. Meine Augen waren feucht. '1 Jahr.' Mehr brachte ich nicht heraus. 'Wooooohoooooo! Das müssen wir feiern! Was hat Romi gesagt? Kann ich es Blaire erzählen? Gut gemacht!' Er küsste mich. Während der Arbeitszeit?! Ja, da freute sich einer! Oder zwei. ;) Er schenkte mir ein Glas Rotwein ein, erzählte es all seinen Kollegen, jedem, der es wissen wollte und den Anderen erzählte er es auch. Annschließend machte ich mich auf den Weg nach Newmarket, um meinen Chef zu sehen. Mir gefiel die Vorstellung es ihm persönlich zu sagen. Ich öffnete die Bürotür und meine Kollegen und mein Chef empfingen mich herzlich. Mein Chef freute sich so, dass er eine Flasche Wein fallen ließ und wir alle gemeinsam mit Bier anstießen. Rotwein, Bier. Es war Freitag, aber noch nicht mal fünf.. Naja, man kriegt ja nicht so oft im Jahr sein Visum genehmigt. Damit war es offiziell, mein erster Arbeitstag wäre der kommende Montag. Genau. Heute! :) Matteo hat mich gefragt, ob ich zu ihm ziehen möchte. Eigentlich war es mehr eine Feststellung. Seine Begründung 'Um Geld zu sparen.' Wer's glaubt wird seelig. Ich hab zu oft und zu gut gekocht. Das stelle ich ein, sobald ich eingezogen bin. :D Erstmal will ich ja, dass er Platz im Kleiderschrank macht. 
Ja, das ist das Neuste aus meinem Leben. Ich bin glücklich. Es war ein Kampf, mir hat niemand was geschenkt und nicht selten wurde gezweifelt, aber ich bin wahnsinnig stolz und glücklich. Wenn auch etwas erschöpft. ;) 
Stur gewinnt. :)

Herzliche Grüße, 

Jennifer

 

 

Frohe Weihnachten!

Donnerstag, 22.12.2016

Hallo ihr Lieben!

Ich wünsche euch auf diesem Wege FROHE WEIHNACHTEN und einen
GUTEN RUTSCH IN EIN GESUNDES UND GLÜCKLICHES NEUES JAHR
!!!!

Dieses Jahr war voller Höhen und Tiefen, ziemlich spannend, stürmisch und zu gleich wunderschön!
Vielleicht fragt ihr euch, wie ich dieses Jahr Weihnachten verbringe. Ha. Das frage ich mich auch. ;) Es ist Heilig Abend. Matteo hat in (hoffentlich) 10 Minuten Feierabend und holt mich und meine Einkäufe ab. Ich hab Lebensmittel gekauft, als gäbe es kein Morgen und meine Arme zittern jetzt noch im Ruhezustand, weil ich das alles alleine geschleppt habe, wie ein Esel. Ich hätte ja das Autoo nehmen können, aber ich bin lieber Zug gefahren. Meine Güte, in Deutschland hätte ich mir das nicht träumen lassen. Und jetzt weiß ich auch wieder warum. hahaha
Matteo und ich werden dann gemeinsam kochen -zumindest ist das mein Plan. Ich werde versuchen ihn zum Weihnachtslieder singen zu überreden, schließlich ist das Tradition, wenn er sich weigert, werde ich vorschlagen zur Abendmesse zu gehen. Wenn er lieber einen Film sehen und kuscheln will, bin ich einverstanden, aber erst versuche ich den klassischen Weg. ;) Ich bin schon wahnsinnig gespannt darauf sein Gesicht zu sehen, wenn er sein Geschenk auspackt. 
Was es bei mir noch so Neues gibt. Diesen Monat hat sich viel getan. Ich habe einen Job gefunden, habe dort die letzten Wochen eine Art Praktikum gemacht (weil ich als Tourist kein Geld verdienen darf) und mich für ein Arbeitsvisum beworben. Ich musste jede Menge Papierkram erledigen, Arbeitszeugnisse beantragen, übersetzen lassen, Anschreiben schreiben, Arbeitsverträge unterschreiben, Polizeizeugnisse beantragen usw...
Um dann einen 16 seitigen Brief vom Immigrationsamt zu erhalten, der noch (gefühlt) 1000 andere Unterlagen fordert. Das Amt hält mich und meinen (hoffentlich bald) Chef ordentlich auf Trab. Das Amt ist jetzt bis 4.1.17 geschlossen, ich werde also erst im neuen Jahr erfahren, ob sich mein laaaaaaanger Kampf lohnt. 
Ansonst, oh oh. Matteo und ich sind ein Kopf und ein Ar..Oops. 
Ja, also haltet ruhig die Daumen weiterhin gedrückt, ich kann es wirklich gebrauchen!
Entsprechend unruhig bin ich. Meine Mitbewohner sind echt 'lustig'. Der eine trinkt meinen Rotwein, der Andere denkt Geschirr stapelt man im Spülbecken und dann erledigt es sich von alleine und ich biin davon überzeugt, dass beide denken, dass mein Beruf Putzfrau ist. Ich bin seltenst Zuhause, aber die Unordnung stört mich schon. Wenn ich denn dann mal hier bin. Sei's drum. Vor zwei Tagen hatte ich Lust auf Nutella und habe mein Nutella Glas aus meinem Schrankfach genommen und hab fast einen Tobsuchtsanfall bekommen, als ich es geöffnet habe. Es war voll, als ich es gekauft habe, davon bin ich überzeugt, als ich es jetzt geöffnet habe, konnte ich durch das Glas meine Füße sehen, falls ihr wisst, was ich meine. Ich lasse mir ja viel gefallen, aber das ging zu weit. Ich ziehe aus. Am 09.Januar. Natürlich habe ich das gleich Romi erzählt und sie fragte, wo ziehst du denn hin?! Jaaaa, gute Frage. So weit hatte ich nicht gedacht, ist mir aber auch total egal gewesen, hauptsache raus aus diesem Loch. Zur größten Not würde ich in ein Hostel ziehen. Als ich Matteo davon erzählt habe, hat er gleich angeboten, dass ich zu ihm ziehen kann. Also vorübergehend. :) Perfekt. :)

Wenn man vom 'Teufel' spricht. Matteo ist auf dem Weg, wir kochen jetzt und dann kann ich hoffentlich sein schönes gesicht strahlen sehen, wenn er sien Geschenk auspackt. :)
Morgen -er arbeitet- gehe ich mit Freunden grillen -argentinische BBQ- und am 26.12. koche ich Rouladen für Matteo und ein paar Freunde. 

Ruhige Weihnachten. Nichts aufregendes. Mein Plan für nächstes Jahr?!
Da hab ich einige, Italienisch lernen. Geld sparen und:
Weihnachten mit meiner Familie!


Herzliche Weihnachtsgrüße

Jennifer

Vorweihnachtszeit

Donnerstag, 08.12.2016

Hallo meine Lieben,

ich hoffe ihr genießt eine schöne Vorweihnachtszeit. Mir geht es super, aber von Weihnachten ist hier noch nichts zu spüren. Ich sitze gerade am Esszimmertisch, esse Brie, Kirschtomaten und grüne Oliver. Und ich schmunzle vor mich hin. Was so lustig ist? Meine Vorstellung. Vor meinem geistigen Auge sehe ich meine Schwester und wie sie ihr Gesicht verzieht beim Anblick meines Essens. Ja, zugegeben, ich würde dieses hübsche Gesicht zu gerne live sehen. Es sind oftmals die kleinen Dinge, die mich an vergangene Situationen oder Menschen erinnern. Wie die Vorweihnachtszeit. Seit Wochen denke ich an meine Oma, meine Cousinen und Cousins. Über Jahre hinweg trafen wir uns bei meiner Oma, halfen ihr beim Plätzchen backen, kneten, ausrolle, ausstechen, backen, mit Marmelade bepinseln, zusammen kleben, in Schokolade tunken und dann schnell, wenn keiner zu sieht in den Mund stecken und genießen. Ja, zugegeben, ich bin jetzt auch schon 2•9+x Jahre alt, ich habe schon ein paar Weihnachten keine Kekse mehr bei Oma gebacken, nur noch gegessen, ABER ich vermisse es. Ja, macht ein paar Kreuze in den Kalender, zu Weihnachtszeit bin ich ein wenig besinnlich (außerdem gönne ich mir gerade ein Glas Shiraz und der macht sentimental, glaube ich...) Ja, ich vermisse das Plätzchen essen, aber eigentlich vermisse ich viel mehr, das lustige, gesellige Beisammensein. Je älter ich werde, desto bewusster lebe ich. Genieße ich. Denn nichts bleibt für immer wie es ist. Falls ihr wisst, was ich meine. Für meine Freunde ist Plätzchen backen etwas Neues. Bei den meisten ist es zur Weihnachtszeit zu heiß, als das man sich freiwillig länger hinter den Herd stellt, als unbedingt nötig. Für mich ist das Backen quasi eine schöne Familientradition, die zu Weihnachten gehört, wie Sand zum Meer. Romi lud einige unserer Freunde ein und ich bereitete Vanillekipferl Teig zu und hatte geplant gemeinsam mit meinen Freunden Plätzchen zu backen, und auch meine Freunde hatten sich darauf gefreut. Zumindest haben sie so getan. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...Am Ende habe ich alleine gebacken. Meine Freunde haben fleißig observiert, aber beim Essen haben sie geholfen, wie die ganz Großen. :) Immerhin. Alle lieben die Weihnachtsplätzchen und das freut mich natürlich. Matteo habe ich ermahnt, Weihnachtsplätzchen heißen WEIHNACHTSPLÄTZCHEN, weil man sie zu Weihnachten isst. Er hat herzhaft gelacht und meinte, die überleben keine 7 Tage und schon dreimal nicht bis Weihnachten. Deal: er darf sie leer essen, aber er hilft mir das nächste Mal beim Backen. Er war sowas von einverstanden und ich genieße die Vorstellung ihm sagen zu können, was er tun soll. :) 

Das war's für heute von mir. Ich wünsche euch genauso fröhliches Kekse essen. 

Trinkt einen Glühwein für mich mit!

Sonnige Grüße (ich weiß, es ist soooo verrückt :) )
Jennifer

 

Zeit für ein Update?!

Freitag, 11.11.2016

Hallo ihr Lieben, 

ich hoffe ihr erfreut euch alle bester Gesundheit und genießt hoffentlich einen herrlichen Herbst.
Das wünsche ich euch jedenfalls von Herzen! :)
Da wären wir auch schon beim Thema, leider erfüllen sich unsere Herzenswünsche nicht immer. :( 
Was ich damit meine ist, nun ja, ich suche nach interessanten Arbeitsstellen, ich bewerbe mich, aber 
wer denkt, dass es einfach ist, der irrt. Die Einwanderungsbestimmungen haben sich in Neuseeland geändert und es ist alles andere als einfach eine interessante Stelle, zu einiger Maßen pasablen Bedingungen zu finden. Und dann muss der Arbeitgeber auch noch gewillt sein Papierkram auf sich zu nehmen, um einem das Visum zu ermöglichen. Unter Umständen machbar, aber alles andere, als einfach. 
Ich brauche also einen Plan K, falls alle Stricke reißen. Ja, all die anderen Buchstaben hab ich schon versucht.
Australien?! Australien hat seine Visa Bestimmungen geändert und ab 01.01.2017 kann man sich bis zum 35. Lebensjahr für ein Work and Holiday Visum bewerben. Australien. Reizt mich nicht gerade, um ehrlich zu sein. Alternativ, zurück nach Deutschland? Ach, Australien hört sich doch gar nicht so schlecht an, oder?! :)
Mein Plan war eigentlich ein Anderer, aber so ist das Leben eben, man macht Pläne und dann funkt einem das Schicksal oder das Immigrationsamt dazwischen.
Wie auch immer. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, seit knapp 9 Monaten date ich Matteo und so langsam wird es ernst, naja oder auch nicht, denn wenn mein Visum im Januar ausläuft haben wir den Zenit vielleicht schon überschritten.. Sei's drum, am Dienstag hat sich spontan entschieden, dass er ein paar Tage frei hat und wir haben die Gelegenheit genutzt, haben unsere 7 Sachen gepackt und ich hab ihm ein wenig Neuseeland gezeigt. Ich habe ihm dienstags bei Wind und Wetter den schwarzen Sandstrand von PIHA Beach gezeigt.

Matteo hat mitten im Wald eine Bushaltestelle gefunden und sich gefragt, wann denn wohl der nächste Bus kommt.

Mittwochs habe ich Giorgina 2 neue Schuhe gekauft, in der Werkstatt Giorgina's 'alles ist in Ordnung' Zertifikat abgeholt und die Steuer bezahlt, bevor Matteo und ich uns auf den Weg nach Waipu gemacht haben. Mit einer Minitaschenlampe sind wir in deine Höhle gegangen um uns Glühwürmchen an zu sehen. In der Höhle war es stockdunkel, mal abgesehen von dem wenigen Licht, dass unsere Funzel von Taschenlampe von sich gab. Und ziemlich naß, matschig und entsprechend rutschig. Ich bin ja so ein 'kleiner' Tollpatsch auf zwei Beinen, aber Matteo hat mich nahezu durch die Höhle getragen. Auf dem zweiten Bild in der Höhle seht ihr Steine im Wasser. Ich könnte mich kaputt lachen, wenn ich das Bild sehe, denn ich bin 'schön' auf den Steinen balanciert, während Matteo mich stützend und meine Hand haltend neben mir DURCH'S WASSER gelaufen ist. Weil ich eben unfähig bin auf meinen Füßen zu laufen. Der Ärmste wusste auch nicht, was er sich an tut, bevor es zu spät war. :)

Wir haben auf einem Campingplatz direkt am Strand übernachtet. Ich habe Matteo in das Leben eines Backpackers eingeführt und einen Campingplatz mit Dusche, aber nur kaltem Wasser und Plumpsklo gewählt. Naja, um ehrlich zu sein gibt es mitten in der Pampa nicht besonders viel Auswahl, aber mir macht das für eine Nacht nichts aus.


A
m nächsten Morgen wurden wir von der Sonne geweckt und haben uns direkt auf den Weg nach Whangarei gemacht. Matteo hat die nächste Übernachtungsmöglichkeit ausgesucht und so sind wir in einem ehemaligen Gefängnis gelandet. Ob er mir damit etwas mitteilen wollte?!

Da das Wetter nicht wusste, was es wollte und es in Whangarei Glühwürmchen Höhlen gibt, die ich noch nicht gesehen hatte und mich alleine auch nicht rein trauen würde, haben wir uns entschlossen die Abbey Caves zu besichtigen. Das war auf jeden Fall ein Abenteuer und um ehrlich zu sein auch nicht ganz ungefährlich, aber sehr sehenswert. 
 
Wie ihr an meinen Hosen erkennen könnt, stand mir das Wasser fast bis zum Hals. ;) Der Weg durch die Höhlen war abwechslungsreich und ich war froh und dankbar, dass ich jemanden bei mir hatte, der mir gesagt hat, wo und wie ich mich festhalten soll, mich gestützt, gehalten, geschoben und aufgefangen hat. 

Am Freitag haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht und haben Halt gemacht, wo immer wir Halt machen wollten. Matteo hat übrigens sein neustes Hobby entdeckt, fotografieren. Irgendwie werde ich das dumpfe Gefühl nicht los, sein Lieblingsmotiv zu sein.. 


Ja, wir sind beide ein wenig durchgeknallt...:)


Ich weiß nicht, ob ihr's seht, aber mir geht's blendend ;)


So, genug für heute. :) 

Herzliche Grüße

Jennifer

 

 

 

 

 

Kämpfen lohnt..

Montag, 10.10.2016

Hallo ihr Lieben, 

ich hoffe euch geht es gut. 
Die letzten Wochen waren verrückt! 
Ich habe Bewerbungen geschrieben, mich für ein Besuchervisum beworben, musste eine ärztliche Untersuchung, sogar ein Röntgenbild meiner Lunge über mich ergehen lassen. Alles in der Hoffnung, in Neuseeland bleiben zu können. Ja, es hat mich ausgelaugt. Neben der Arbeit nach Jobs zu suchen und Bewerbungen zu schreiben ist hart. Mein letzter Arbeitstag war der 30.09.2016 und ihr werdet es nicht glauben, aber danach war es noch bedeutend schwerer. Man steht morgens auf, durchsucht Tag für Tag die gleichen Plattformen nach Jobs. Nicht irgendwelchen Jobs, aber Arbeitsstellen, die einem zusagen und deren Anforderungen den eigenen Qualifikationen entsprechen. Man passt die Bewerbungen an die Stellenanzeigen an und sendet eine Email nach der Anderen. Am Ende eines Tages fühlt man sich leer, nahezu, als würde man krank werden. Der Grund ist sicher der, dass man den ganzen Tag Zuhause vor dem Laptop verbringt, man gönnt sich nicht seine Pausen, trinkt nicht ausreichend und bekommt keine frische Luft. Aber die Zeit läuft einem davon. Möchte man sich dann wirklich eine 'Pause' gönnen?! Nein, aber man sollte! Meine Laune war betrübt. Geweint!? Nein, ich war nicht mehr ich selbst. Klar habe ich versucht mich zusammen zu reißen, aber ich konnte mich selbst kaum ertragen. Meine Mitbwohner feierten oft und ausgelassen und hinterließen ein Trümmerfeld. Nein, das war weiß Gott keine Hilfe. Wer kann sich in einem Trümmerfeld wohlfühlen und entspannt BEwerbungen schreiben?! Meine beste Freundin war auf der Südinsel unterwegs und wen wundert es, dass ich mich ordentlich mit meinem Freund in den Haaren hatte?! Ja, alles zur gleichen Zeit. Wie das immer so ist. In manchen Stunden hätte ich am liebsten eine 700 Sachen gepackt und wäre einfach abgehauen. Aber wohin?! Ja, ich weiß, ich kann jeder Zeit nach Deutschland kommen. Und das werde ich auch. Aber nicht jetzt. Aufgeben ist nicht meins. Ich habe mich immer wieder darauf besonnen, was ich wirklich möchte. Ich möchte einen Job, ich möchte in Neuseeland bleiben und ich möchte mit meinem Freund zusammen sein. Yani, meine beste Freundin in Neuseeland kam letzten Mittwoch bei mir an, übernachtete hier für 2 Nächte, bevor sie Neuseeland endgültig den Rücken kehrte. Es tat gut, dass sie hier war. Wir redeten viel, wir gingen aus, wir lachten. Meine tiefgründigsten Gespräche hatte ich mit ihr und sie wird mir fehlen. Es war Freitag, als ich erneut auf dem Immigrationsamt anrief, um nach meinem Visum zu fragen. Ich war gestresst. Mein Visum würde am Sonntag auslaufen (in 2 Tagen!!!) und würde ich einfach in Neuseeland bleiben, illegal und man würde mich erwischen, dann müsse ich Neuseeland verlassen und das für eine ziemlich laaaaaange Zeit. Aus der Traum. Der Mann am Telefon war freundlich und sagte, er hätte mir eine Email zugesandt. Ich zitterte. Yani saß neben mir, als ich die Zusage laß, ihr fassungslos und überglücklich zu nickte. Wir sprangen auf, umarmten uns und ich fing an hemmungslos zu weinen. Die Anspannung von Wochen viel von mir ab. GOTT SEI DANK!!! Das war ein emotionaler Kampf, aber letzendlich hat er sich gelohnt! Und ja, ich habe einen Weg vor mir, aber ich habe das Ziel vor Augen und ich kenne meine Etappen. Mein nächstes Ziel: Karaoke zu meinen Geburtstag! Ein Job. Mein Arbeitsvisum. Eine ruhigere Wohnung. UND Urlaub. Ja, sobald ich einen Job habe, werde ich meinen nächsten Urlaub planen und ihr dürft gespannt sein, wohin es geht. :)
Es läuft alles wieder rund soweit, ich habe wieder mehr Kontrolle über mein Leben und das fühlt sich gut an!
Ich wünsche mir jetzt mehr Stabilität und ETWAS mehr Routine in meinem Leben und dafür kämpfe ich und wie ihr wisst, bin ich ein Sturrkopf und gebe nicht auf :)

Liebste Grüße


Jennifer

 

 

Lange nichts gehört..

Sonntag, 25.09.2016

Hallo ihr Lieben, 

ich hoffe euch geht es allen gut. 
Ja, ich habe mir wenig, ok, keine Zeit genommen um meinen Blog weiter zu schreiben. 
Das hat unterschiedlichste Gründe, vor allem, weil ich zur Zeit VIEL mit MIR beschäftigt war und bin. 
Mein Work-and-Holiday Visum läuft aus und ich würde gerne hier bleiben. Dafür gibt es wahnsinnig viel u tun und die letzten Monate waren harte Arbeit und um ehrlich zu sein ein Kampf. An manchen Tagen habe ich nachts 3 Stunden geschlafen, war von morgens um 7Uhr bis mittags um 4 Uhr arbeiten, kam um 5Uhr nach Hause und habe bis nachts um 11Uhr Bewerbungen geschrieben. Ohne zu jammern, aber nicht ohne zu leiden. 
Meine Energiereserven waren ganz schön aufgebraucht und ich habe angefangen mich zu fragen, wofür und warum ich das eigentlich alles mache. Ich arbeite den ganzen Tag und die Arbeit ist stressig. Ist das nicht genau der Grund, warum ich Deutschland den Rücken gekehrt habe?! Ja. Und nein. Ich liebe mein Leben. Ich habe mich in Auckland verliebt. Und nicht nur in Auckland. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch hier nicht. 
Wenn ich jetzt nach Deutschland fliegen würde, würde ich vom Arbeitsamt mehr Geld bekommen, als ich hier in einer 40 Stunden Arbeitswoche bekommen würde. Verrückt oder?! Aber ich denke nicht mal daran zurück zu kommen. 
Ich mag meine Mitbwohner. Ich mag meine Freunde hier. Natürlich mag und liebe ich meine Freunde und meine Familie in Deutschland auch, sehr, aber es ist anders hier. Ich bin anders. Ich bin ich. Und ich ühle mich, als gehöre ich hier her. Jetzt. 
Die letzten Wochen waren unglaublich Kräfte zehrend und anstrengend. Wahrscheinlich kennt ihr das selbst, wenn man gestresst ist und etwas nicht so läuft, wie man sich das erhofft und wünscht, dann krieselt es oft auch in anderen Bereichen. Ich kann gar nicht darüber nachdenken, es war der Horror und es ist noch nicht überstanden, ABER, ich versuche mich so gut wie möglich zu entspannen und nicht zu sehr zu verkrampfen. Es sind noch 2 Wochen und ich weiß noch nicht, was ich mache! Mein Geburtstag ist in 3 Wochen. Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass ich mit meinen Freunden und mit meinem Freund meinen Geburtstag und Weihnachten feiern kann. Aber ich weiß es nicht. Ihr habt keine Vorstellung wie mir der Hintern auf Grundeis geht, wenn ich darüber nachdenke. Deswegen lasse ich es in der Regel auch. Haha. Natürlich will hier jeder immer wissen, wie es weitergeht, was mein Plan nach Neuseeland ist. Es gibt keinen Plan nach Neuseeland. Mein Plan ist Neuseeland! Ich werde einen Weg finden. Irgendwie. Irgendwann. Ich wünsche es mir soooo sehr! 
Es gibt nichts schöneres für mich, als von meinem Papa oder meiner Schwester zu hören, dass sie an mich glauben, 'du findest einen Weg. Wenn du es nicht schaffst, wer dann!?' Das bedeutet mir soooo unglaublich viel und gibt mir neue Energie und Kraft um weiter zu kämpfen. 
Was auch immer passiert. Ich bin stolz auf mich! Ich habe hier viele Hürden überwunden, wahnsinnig viel Energie und Kraft aufgewendet und gekämpft wie eine Verrückte! Ich bin nun an einem Punkt, an dem ich warten und andere Menschen über meine Zukunft entscheiden lassen muss und ich hasse es, wenn andere Menschen so großen Einfluss darauf haben, wie es mit MIR weitergeht. Aber, nun entscheidet sich, ob sie mich und meine Arebit wirklich schätzen oder ob es alles nur heiße Luft ist. 
Was auch immer passiert, ich bin verdammt stolz auf mich und ich werde meinen Weg gehen. 
Er ist nicht leicht, aber speziell und ich bin selbst schon wahnsinnig gespannt, wie er weitergeht.

Liebste Grüße


Jennifer

 

 

 

 

 

 

 

Keep you updated

Samstag, 30.07.2016

Hallo ihr Lieben. 

Inzwischen wohne ich schon 2 Wochen in meinen neuen Zimmer und ich liebe es! 
Ihr wisst ja sicher, wie es mit der Liebe so ist, nicht alles ist toll und manches bringt einen fast um den Verstand, 
aber man liebt es eben. :) 
Meine Mitbewohner sind wirklich 2 tolle Kerle und auch mit ihren Freunden komme ich gut klar. 
Wer hätte gedacht, dass ich in einer Party-WG lande?! ICH NICHT. Und wenn ich von Party-WG 
spreche, dann meine ich auch Party-WG. Nicht selten gibt es Partie in unserer Wohnung, auch unter der Woche. 
Wenn ich müde bin, schließe ich die Tür hinter mir ab und ich schlafe super, egal wie laut es im Wohnzimmer
auch ist. Ja, ich glaube das Backpacker Leben hat mich sehr tolerant werden lassen. :) Die ersten Tage in der neuen 
Wohnung war ich mit schrubben und desinfizieren beschäftigt. Haha. Ja, so ist es wohl als einzige Frau im Haushalt. 
Beschweren würde ich mich nicht. Die 2 sind liebenswert. Meistens. Nach einer Partynacht kocht mir einer der beiden 
einen Tee, während der andere alles bildlich festhält. Wahre Freunde eben. ;)
Auf der Arbeit läuft alles soweit ganz gut. Ich werde in neue Aufgabengebiete eingearbeitet und meine Chefin 
ist ehr zufrieden mit mir. :) 
Ansonsten bin ich wahnsinnig gespannt auf das Baby meiner Schwester, das gaaaanz bald das Licht der Welt erblicken wird. :)
Ich tippe ja auf den 02.08.16. Schade, dass ich nicht da sein kann. Papa, beinah hätte ich das Geschlecht verraten, 
aber zum Glück ist mir noch rechtzeitig eingefallen, dass du es ja noch gar nicht weißt. :)
Mir geht es in Neuseeland wirklich sehr gut. Zwischen zeitlich hat es mir etwas zu schaffen gemacht, dass mein
Freundeskreis sich immer verändert hat. Klar, ich habe viele Leute kennengelernt, vorallem Backpacker und die reisen
nunmal. Das heißt, kaum hat man sich an jemanden gewöhnt, ist es auch schon wieder vorbei. 
Aber, ich habe inzwischen gute Freunde gefunden, die wie ich länger in Auckland bleiben. Und auch meine Mitbewohner
und deren Freunde sind Kiwis und in Auckland sesshaft. Läuft würde ich sagen. Auch gefühlsmäßig ;)

Liebe Grüße

 

Jennifer

Sesshaft Teil 1

Montag, 18.07.2016

Hallo!

Ja, inzwischen arbeite ich schon 3 Wochen und ich mag meine Kollegen und meine Chefs. Trotzdem suche ich nebenbei nach einer festen Arbeitsstelle.
Am Samstag war mein GROßER Tag. Ich bin ENDLICH aus dem Hostel ausgezogen. Ich kann es noch immer kaum glauben. Letzten Dienstag habe ich nach
Wohnungsannouncen gesehen und von 30 Stück hat mir auf Anhieb eine Wohnung gut gefallen. Auf gut Glück habe ich eine SMS an den Mitbewohner geschickt
und siehe da am nächsten Abend hatte ich einen Besichtigungstermin. Naja, es war die erste Wohnung, die ich mir hier angesehen habe und ich war direkt Feuer und Flamme.
Die Wohnung hat 3 Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein großes Wohn- und Esszimmer inkl. Küche. Die Mitbewohner sind zwei Kiwi Männer. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch, 
sie schienen mir liebenswert durchgeknallt zu sein. So wie ich. ;) Tja, was soll ich sagen, am Samstag bin ich eingezogen. Wayne ist 23 und Rigel 35. Nur so neben bei um 
die Neugier von Familie und Freunden zu stillen. ;) Wir feierten meinen Einstand auch ordentlich und die Beiden durften am nächsten Tag gleich unter Beweis stellen,
wie liebenswert sie wirklich sind. Wayne, wie echte Freunde so sind, fotografiert mich ständig in den ungünstigsten Momenten und dann, wenn es mir
am schlechtesten geht und liebt es die scheußlichen Bilder mit seinen Freunden zu teilen. Rigel dagegen bemüht sich, kocht mir Kaffee oder Tee (je nach meinem Befinden). 
Am Sonntag Abend hat er Abendessen für uns 3 gekocht - ich habe Karottenkuchen gebacken und wir haben gemeinsam einen Film gesehen.
Ja, ich bin in einer Party-WG gelandet und um ehrlich zu sein, hatte ich es weder geahnt, noch gehofft, aber am Samstag gemeinsam feiern und am Sonntag gemeinsam
chillen, ich kann mir schlimmeres vorstellen. ;) Die Männer sind echt cool und wir verstehen uns super. Mir geht es blendend! Jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch ein fester Arbeitsvertrag. :) 
Alternativ könnte ich auch den Hochzeitsantrag des Inders annehmen. Hahaha. Ja, hier wird mir angeboten, dass man mich heiratet, damit ich in Neuseeland
bleiben kann. Verrückt. So weit kommt es noch. Keine Sorge, wenn ich heirate, dann nur aus einem Grund. Weil er Millionär ist. :D 


Mehr gibt es jetzt erstmal nicht, glaube ich ;)

Liebste Grüße

AUCKLAND

Mittwoch, 29.06.2016

Halli Hallo Hallöchen, 

da bin ich wieder. :)
Ja, es hat einen Moment gedauert, aber ihr habt nicht viel verpasst. Naja, schon, aber eben nicht viel Spannendes. ;) Um ehrlich mit euch zu sein habe ich die letzten Wochen sehr genossen. Nein, ich war nicht arbeiten. Ich habe meinen Lebenslauf geschrieben und ihn zum Korrekturlesen gegeben, mal will ja schließlich einen guten Eindruck bei potentiellen, neuen Arbeitgebern machen. Seit gut vier Wochen gehe ich jeden zweiten Tag für gut 2 Stunden ins Fitnessstudio. Es macht mir Spaß, tut mir gut und ja, Zeit hatte ich ja ausreichend. Bei gutem Wetter gehe ich in meinen Lieblingspark, bei schlechtem Wetter in die Bibliothek und schreibe fleißig an meinem Buch. Genau, ein Buch über mein Leben. An manchen Tagen verbringe ich bis zu sieben Stunden damit. Verrückt, oder?! Mir macht Spaß was ich mache. Und das verdanke ich zum Teil auch euch. Die Statistik meines Blogs behauptet, dass euch das Lesen Spaß macht und mir gefällt das Schreiben. ;) Ich habe mich mit der Familie getroffen, für die ich als Nanny gearbeitet habe. Oh mein Gott, es war soooo schön sie alle wieder zu sehen! Kate und Richard haben ihre Hilfe angeboten mir bei der Job suche zu helfen, was einfach nur wunderbar ist! Wenn ich denn wüsste, was ich genau machen will... Ich bin mir nicht sicher, ob ich zurück ins Labor möchte. Vielleicht gebe ich dem Labor noch mal eine Chance, aber mir macht es so viel Spaß mit Menschen zu arbeiten, dass ich mir auch vorstellen könnte etwas ganz anderes zu machen. Apropos ganz anders, eine Freundin hat mir gesagt, dass sie auf den Philippinen einen Budget Hotel Besitzer kennengelernt hat und er jemanden sucht, der sein Hotel managen würde. Nicht für immer. Für ein paar Monate. Wir sind in Kontakt und es hört sich spannend an. Ob mir die Philippinen gefallen könnten?! Papa, keine Angst, es ist nicht meine Priorität. ;) Ich möchte damit nur sagen, klar denke ich an meine Zukunft und ja strecke meine Fühler aus und checke meine Optionen. Es gibt deutlich mehr Optionen, als ich für möglich hielt. Das gefällt mir. Wie auch immer, so sehr ich es auch genieße Buch zu schreiben, mich körperlich fit zu halten und mich mit lieben Menschen zu treffen, so brauche auch ich ein paar Kröten. Und solange ich keinen festen Job habe, habe ich mich entschieden mit einen Übergangsjob zu suchen. Gestern habe ich meine Bewerbungsunterlagen einer Agentur zugeschickt, sie haben innerhalb einer Stunde angerufen und keine zwei Stunden später hatte ich mein Vorstellungsgespräch. Heute um 12:30Uhr hatte ich ein zweites Vorstellungsgespräch. Es dauerte keine viertes Stunde, ich hatte die zwei Frauen nach zwei Fragen schon von mir überzeugt. JIPPIE!!!! Ich bin so happy. Ihr wollt sicher wissen, was ich mache. Es nennt sich Security ID Administrator. Ich arbeite in Neuseelands größten Krankenhaus. Dort wird gerade ein neues ID Karten System eingeführt und ich codiere die Karten und verteile sie im Haus. Viel mehr in den Häusern. 10000 ID Karten. Vielleicht mache ich ja Bekanntschaft mit einem Laborchef?! Wie auch immer. Ich arbeite von Mo bis Fr 8:30 - 5. Es bleibt spannend, was aus meinem Buch und dem Fitnessstudio Besuchen wird. Ich bin guter Dinge. Ja, ansonsten, jede Menge bürokratischer Mist, vor dem ich mich am liebsten unter meiner Bettdecke verstecken würde. Aber, wem geht das nicht so. Manche Dinge müssen einfach gemacht werden. Egal ob in Deutschland oder in Neuseeland...Grrrh.

 

Na, noch Fragen? ;)
Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

Liebste Grüße aus dem inzwischen recht kalten und feuchten Neuseeland

 

Jennifer

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